Wir Gärtner

Wir Gärtner*innen haben mehr verdient:

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Gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen

Jetzt gilts. Dieses Jahr werden die neuen Arbeitsbedingungen im Gartenbau verhandelt. Diese müssen sich ändern. Setze auch du ein Zeichen, unzählige Gärtner*innen haben es bereits getan.

Wir Gärtner*innen fordern faire Löhne, fünf Wochen Ferien und eine Frühpensionierung. Der Gartenbau ist ein schöner Beruf, doch der Arbeitsalltag ist hart und benötig viel Fachwissen. Das muss sich endlich in den Arbeitsbedingungen widerspiegeln. Die Gärtnermeister und ihr Tieflohn-Verband Jardin Suisse verwehren sich seit Jahren anständigen Arbeitsbedingungen. Darum verdienen Gärtner*innen immer noch bis zu 1000 Franken weniger als ihre Kolleg*innen im Bauhauptgewerbe, arbeiten länger und gehen 5 Jahre später in die Rente. Trotz vergleichbarer Arbeit. Das ist schlichtweg skandalös.

Deshalb sind bereits tausende Gartenarbeitende Mitglied bei der Gewerkschaft Unia und setzen sich für ihren Beruf ein. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass ein schöner Job auch faire Arbeitsbedingungen hat.

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Jardin Suisse

Man kann es drehen und wenden, wie man will. Der GAV im Gartenbau ist bezüglich Löhnen, Arbeitszeiten und Pensionierung absolut beschämend für die Schweiz im Jahr 2018.

Für mehrere Millionen Franken überzieht der Gärtnermeister-Verband Jardin Suisse die Schweiz mit einer grotesken Imagekampagne. Heile Welt-Plakate in allen grossen Bahnhöfen. An Kitsch kaum zu überbietende Werbevideos im Schweizer Fernsehen und immer und überall glückliche Gärtner*innen in Traumgärten vor Traumvillen an Traumlagen. Das Bild, welches der Tieflohn-Verband Jardin Suisse vom Gartenbau zeichnet, ist eine beleidigende Verdrehung des harten Arbeitsalltages der Gärtnerinnen und Gärtner. Jardin Suisse wehrt sich seit Jahren gegen eine substanzielle Verbesserung der Gesamtarbeitsverträge. Nur Dank dem Druck der Unia konnten in Teilbereichen einige Verbesserungen erzielt werden. Und genau deshalb möchte Jardin Suisse keine Verhandlungen mit der Unia führen. Was Jardin Suisse hingegen lieber will, sind Löhne, mit denen kaum leben kann, das absolute Minimum an Ferien und eine Frühpensionierung, die das Papier nicht wert ist, auf dem ihr Name steht.

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Tieflohnzone Gartenbau

Der Gartenbau muss raus aus der Tieflohnzone. Immer noch werden im Gartenbau Löhne unter 4000 Franken bezahlt – das ist skandalös und unwürdig. Dieser Missstand muss behoben werden, der Tieflohn-Verband Jardin Suisse steht in der Verantwortung.

Das Beispiel Schaffhausen hat es gezeigt: Faire Löhne im Gartenbau sind möglich. Dank dem Einsatz vieler Gärtnerinnen und Gärtner konnte ein GAV ausgehandelt werden, in dem Löhne unter 4000 Franken tabu sind. Nicht nur bei den Mindestlöhnen wurden Erfolge erzielt. Auch alle anderen Lohnstufen wurden um mehrere hundert Franken monatlich angehoben. Und was macht Jardin Suisse? Obwohl der Tieflohn-Verband vom Schaffhauser Regierungsrat verpflichtet wurde, den GAV zusammen mit der Unia auszuhandeln, wehrt sich Jardin Suisse mit scheinheiligen juristischen Mitteln und möchte keinen GAV unterzeichnen. Somit rückt eine sozialpartnerschaftliche Lösung in weite Ferne. Das zeigt einmal mehr: Jardin Suisse ist in keiner Weise an fairen Arbeitsbedingungen im Gartenbau interessiert.