Gärtner*innen setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen ein – auch ohne die Hilfe von James Bond

Gärtner*innen sind Tag für Tag draussen – ob bei Minustemperaturen im Winter oder diesen Sommer bei täglich über 30 Grad. Dieser Arbeitsalltag ist hart und kräftezehrend. Trotzdem verdienen sie immer noch bis zu 1‘000 Franken weniger im Monat als ihre Kolleg*innen im Bauhauptgewerbe, haben weniger Ferien und keine Möglichkeit einer Frühpensionierung.

Die Verantwortung für diese schlechten Arbeitsbedingungen trägt Jardin Suisse. Die Gärtner*innen kämpfen gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen und damit die Zukunft ihres Berufsstandes. Gemeinsam sind die Gärtner*innen stark – so sind sie auch nicht auf die Hilfe von James Bond angewiesen.





Keine Löhne unter 4000 Franken 
Noch immer werden im Gartenbau Tieflöhne unter 4’000 Franken bezahlt. Der Gartenbau muss endlich raus aus der Tieflohnzone; und das kann nur geschehen, wenn sich JardinSuisse endlich seiner Verantwortung für faire Arbeitsbedingungen in der Grünen Branche stellt. Denn JardinSuisse weigert sich nach wie vor mit der Unia, die am meisten Arbeitnehmende in der Branche vertritt, an den Verhandlungstisch zu kommen. Stattdessen hat der Gärtnermeisterverband einen unverbindlichen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit einem nicht repräsentativen Berufsverband. Tieflöhne unter 4’000 Franken sind dort nach wie vor fest verankert.

Einen GAV gibt es nur mit der Unia – endlich Verhandlungen auf Augenhöhe

Dabei zeigt das aktuelle Beispiel des Kantons Schaffhausen, dass JardinSuisse auf dem Holzweg ist. Sogar der bürgerliche Schaffhauser Regierungsrat hielt in seinem aktuellen Urteil klar fest, dass es einen allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsvertrag im Kanton nur mit der Gewerkschaft Unia als Sozialpartnerin geben kann. Doch anstatt eine sozialpartnerschaftliche Lösung zu suchen, will der Verband das Urteil nicht akzeptieren.